Let’s talk about Angst

von | 3. November 2014

Kann Angst machen: Manche Menschen sind hochsensibler als andere

Hat sie etwa Angst vor dem Erröten? ©Depositphotos.com/Dr.PAS

Die eigenen Ängste zu kennen, wahrzunehmen und letztlich durch sie hindurch in Richtung selbstgesetztem Ziel zu gehen, halte ich für einen der wichtigsten Hebel für die persönliche und berufliche Entwicklung. Die Angst, vor der wir davonlaufen, die wir nicht anschauen, kann zu der werden, die unser Leben regiert.

Was also ist Angst?

Sowohl eine körperliche Reaktion als auch ein Grundgefühl, das für unser Überleben wichtig war. Über das Angstzentrum im Gehirn, die Amygdala, werden vegetative und hormonelle Prozesse aktiviert, die zu einer „Kampf oder Flucht“-Reaktion führen und den denkenden Teil des Gehirns quasi abschalten. Zu Zeiten von Säbelzahntigern waren solche Automatismen sicher sinnvoll. Wir konnten nicht schnell genug auf dem Baum sein. Heute ist diese steinzeitalte Angst-Reaktion in den meisten Fällen nicht zielführend, sondern schädlich. Stress ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Risikofaktor Nr. 1 für die Gesundheit.

Angst und soziale Phobie

Bevor wir dies jetzt auf Ihr Selbstmarketing beziehen, eine wichtige Frage: Wieviel Angst ist „normal“ und ab wann ist sie medizinisch (nach ICD-10, Kapitel 4) relevant? Nach einer Studie (Blanko, Garcia, Liebowitz) suchen z.B. nur 13% aller von einer ernstzunehmenden sozialen Phobie betroffenen Personen tatsächlich auch ärztliche oder psychologische Hilfe. Falls du also auch nur den geringsten Verdacht hast, dass deine eigenen Ängste stärker und anhaltender sind als die anderer Menschen, bitte ich dich, dir professionelle Hilfe zu suchen. Jetzt. Dafür sind ÄrztInnen und Psychologische PsychotherapeutInnen da. Ansonsten kannst du gerne weiterlesen. Der Begriff ‚Angst‘ (vom indogermanischen ‚anghu‘, heißt: Enge) wird ab hier nur noch im alltäglich gebräuchlichen Sinne verwendet:

Kein Mensch ist völlig angstfrei. Sogar hinter unseren Motivationen steht in vielen Fällen Ängste. Und erst Recht hinter unseren Selbstmarketing-Blockaden. Was hindert dich, zu dir zu stehen und erfolgreich Selbstmarketing zu machen?

Die Angst davor, dich festlegen zu müssen? Die Angst davor, gesehen zu werden? Die Angst, dich öffentlich zu blamieren? Die Angst, dass deine Familie oder Freunde und Freundinnen dich für überheblich halten? Die Angst vor zu viel Arbeit?

Vor was hast du bezüglich Selbstmarketing die meisten Ängste? Vor welchem nächsten Schritt? Genau da geht’s lang. Wenn du – in Bezug auf dein Selbstmarketing und dein Business darüber reden möchtest, mache gleich hier einen Termin aus.

Susanne Hake

Master of Fine Arts, ganzheitliche Kommunikationsberaterin.

Foto: dpa.com/Silas.Stein

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