Stille Macht? Warum viele Introvertierte, Hochsensible und Schüchterne bessere Führungskräfte sind. Und einige noch nicht.

von | 26. Februar 2015

Hochsensible und Introvertierte in Leitungspositionen

Falke? Taube? Adler. Ein scharfer Blick für Lösungen. ©Unsplash.com/jamieking

„Es ist besser für die Philosophie, an den lebendigen Auseinandersetzungen der eigenen Zeit aktiv teilzunehmen, als sich eine gewaltige mönchische Unfehlbarkeit zu erhalten… Die Heiligen engagieren sich in Introspektion, während die starken Sünder die Welt regieren.“               John Dewey, Philosoph und Pädagoge, 1859 – 1952.

Heute schon meditiert? In unserer dualen Welt hat, nichts Neues unter der Sonne!, alles zwei Seiten. Auch eine Führungsrolle. Nämlich: mehr Verantwortung, eventuell mehr Arbeit, definitiv mehr Kommunikationsbedarf einerseits. Mehr Gestaltungsmöglichkeiten, vielleicht bessere Honorierung und definitiv mehr Kommunikationschancen andererseits.

Führung braucht Vorstellungskraft

Wenn Introvertierte, Hochsensible und Schüchterne in Führungspositionen nicht häufig vertreten sind, hat das äußere und innere Gründe. Zum einen werden sie übersehen und entsprechen oft nicht dem (definitiv überholten, wissenschaftlich widerlegtem) Bild einer dominanten und charismatischen sogenannten ‚Führungspersönlichkeit‘. Und zum anderen? Haben sie keinen Bock. Nicht unbedingt im Sinne von Rebellion und/oder Leistungsverweigerung, sondern oft tiefergehend. Sie sehen sich selber, in ihrer eigenen Vorstellung, nicht in der Rolle einer Führungskraft. Nicht im Traum. Es fehlt einfach jede Vorstellungskraft. Selbst sonst so fantasiebegabten Kreativen und fleißigen Roman-LeserInnen.

Warum Führung für manche unattraktiv ist

Viele zu Führungsaufgaben geeignete Personen, sind selber dem Klischee aufgesessen. Dem Vorurteil, dass Chef oder Chefin „Tyrannen alter Schule/Mutter/Vater der Kompanie“ sein müssten. Sie halten sich deshalb nicht für „zum Chef geboren“. Und zum anderen stehen sie sich – alles hat immer noch zwei Seiten – auf individuell einzigartige Weise mit ihrem Charakter, und oft sogar ausgerechnet ihren größten Stärken, selbst im Wege.

  • Die Introvertierten auf ihre Art.
  • Die Hochsensiblen auf ihre Weise.
  • Die Schüchternen auf ihre.

Diesen drei interessanten Personengruppen werde ich mich in den kommenden drei Wochen hier jeweils einzeln widmen. Was macht diese Führungskräfte aus? Was sind ihre Eignungen und die jeweiligen Fallen und Lernvorteile? Sie können sich jetzt schon einmal selber Gedanken darüber machen. Und natürlich: Selbstmarketing für Schüchterne lesen und endlich auch die Welt regieren.

Susanne Hake

Master of Fine Arts, ganzheitliche Kommunikationsberaterin.

Foto: dpa.com/Silas.Stein

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