Wie du dich und andere positiver beeinflussen kannst

von | 31. Oktober 2020 | Motivation, Psychologie

Wie du dich und andere positiver beeinflussen kannst

„Alles unter Kontrolle?“ Wie reagierst du heute auf diesen, noch in deiner Jugend so leicht daher gesagten, Satz? Wie damals, mit einem Grinsen? Oder eher mit schwer zu zügelnder Aggression? Oder resignativer Melancholie? Denn je mehr die Zeit fortschreitet, desto klarer wird, dass Kontrolle eine Illusion ist. Können wir zumindest irgendwas beeinflussen?

Circle of Influence nach Dr. Stephen Covey

In seinem Buch ‚Die sieben Wege zu Effektivität‘ beschreibt Covey den Circle of Influence, der sich, nach dem Modell, innerhalb des Circle of Concern befindet. Heißt: Es gibt Dinge (und Personen), von denen du wünschtest, du könntest sie ändern oder auch nur beeinflussen. Und Dinge, die du tatsächlich beeinflussen kannst. Tatsächlich hat die Firma des Sohnes von Dr. Covey dazu sogar ein Geschäftsvideo gemacht. Auch wenn das Video vom Stil her Geschmackssache ist: Es bringt es den Inhalt gut und anwendbar rüber.

Beeinflusst durch Epiktet, Rumi, Frankl und das Gelassenheitsgebet

Sich nicht unnötig aufzureiben, aufzuregen und damit Energie uneffektiv zu verpulvern, war schon das Anliegen der Stoiker. So schrieb einer der bekanntesten Vertreter dieser Philosophie, Epiktet:

Das eine steht in unserer Macht, das andere nicht. In unserer Macht stehen: Annehmen und Auffassen, Handeln wollen, Begehren und Ablehnen – alles, was wir selbst in Gang setzen und zu verantworten haben. Nicht in unserer Macht sehen: unser Körper, unser Besitz, unser gesellschaftliches Ansehen, unsere Stellung – kurz: alles, was wir nicht selbst in Gang setzen und zu verantworten haben.

Epiktet

Ein Jahrtausend später wird dem Dichter Rumi zugeschrieben:

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum: Nur dort kann Begegnung stattfinden. Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum: Nur dort findet Heilung und Entwicklung statt. Zwischen Richtig und Falsch gibt es einen Ort. Dort werden wir uns begegnen.

Rumi

Der Neurologe und Entwickler der Logotherapie Viktor Frankl hat diesen Rumi-Text offenbar nicht nur gelesen, sondern auch etwas hinzugefügt:

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wie die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.

Viktor E. Frankl

Abschließend, ursprünglich von dem Theologen Reinhold Niebuhr, der als Gelassenheitsgebet bekannte Text:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr

Beeinflusse, was und wie viel du in Gang setzt

Selbst-Bewusstsein, Klarheit und Fokus sind Voraussetzung dafür, das strategisch passende Ziel zu wählen. Dann im richtigen Moment genug Selbstdisziplin zu haben, die einzelnen Aufgaben auch wirklich umzusetzen, fällt oft nicht leicht. Doch genau hier liegt dein bester Hebel.

Dich nicht ablenken zu lassen, dranzubleiben bis die Aufgabe erledigt ist, kannst du beeinflussen. Auch das ist Übungssache. Eine Gewohnheit. Nimm dir heute, etwas für dich Wichtiges vor. Und gehe den ersten Schritt drauf zu. Damit beeinflusst du dich, deine Stimmung und deine Zukunft positiv. Und vielleicht sogar andere.

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Susanne Hake

Master of Fine Arts, ganzheitliche Kommunikationsberaterin.

Foto: dpa.com/Silas.Stein

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